Die Kontrahenten Samuel Levi Wells III und Dr. Thomas Maddox überleben das Duell, dem sechzehn Männer beiwohnen. Unter ihnen auch James Bowie, der zu diesem Zeitpunkt bereits eine Legende des „Wilden Westens“ ist. Als die Duellanten sich mit einem Handschlag trennen wollen, tritt Bowie zu seinem Kumpel Samuel Levi Wells III vor. Plötzlich donnert ein weiterer Schuss und ein wüster Kampf entspinnt sich.
Die Zuschauer des Duells waren sich keineswegs grün, sondern bestanden aus zwei rivalisierenden Gruppen, die alte Rechnungen mit einander zu klären hatten. Ein Unterstützer Wells feuerte auf Colonel Craine, einen Freund Maddox’. Als der das Feuer erwiderte, traf er zunächst versehentlich Bowie in die Hüfte, der dadurch zu Boden ging, dann erledigte er den Schützen. Nun zog Bowie sein Messer, um Craine anzugreifen, doch der schlug ihn mit dem Griff seiner leeren Pistole nieder.
Unter den Schaulustigen stand auch Norris Wright, ein alter Rivale Bowies. Die beiden waren sich als Grundstückspekulanten geschäftlich in die Haare gekommen, was eine erbitterte Fehde zur Folge hatte. Seit einer handgreiflichen Auseinandersetzung der beiden einige Jahre zuvor trug Bowie stets ein Messer bei sich. Nun sah Wright seine Chance gekommen und griff seinen Intimfeind im Getümmel an. Da seine Pistolenschüsse daneben gingen, griff er zum Degen. Doch sein Stich blieb im Brustbein stecken. Als Wright versuchte, die Klinge zu befreien, griff der Verletzte nach seinem Hemd und zog ihn nach unten in sein Messer. Norris Wright starb sofort. Doch andere Männer aus seiner Gruppe attackieren Bowie. Der Kampf dauerte zehn Minuten und zum Schluss gelang es dem verletzten James Bowie, seine Gegner in die Flucht zu schlagen. Zwei Tote und vier Verwundete waren das Ergebnis. Als Colonel Craine den wegen des ursprünglichen Duells anwesenden Ärzten bei der Wundversorgung Bowies half, sagte dieser: „Unter diesen Umständen denke ich nicht, dass sie auf mich hätten schießen sollen.“
Ob sich die Geschichte nun tatsächlich so abgespielt hat oder nicht, die Zeitungen griffen sie auf und bald ging die wüste Stecherei als „Sand Bar Fight“ in die Annalen des Wilden Westens ein. Die Schreiberlinge berichteten detailliert von Bowies Mut und seinen Fähigkeiten im Umgang mit dem Messer. Augenzeugen bestätigten, dass er den Kampf nicht begonnen hatte, dass aber die Angreifer sich auf ihn konzentriert hatten, weil sie „ihn für den gefährlichsten Mann hielten, der ihnen gegenüberstand.“ Dieser blutige Kampf, weitere Heldentaten und spätestens sein Tod in der Schlacht von Alamo, machten den Heißsporn endgültig zu einem Star seiner Zeit und Hauptfigur von Tonnen populärer Groschenromane. Nicht wenige Männer orderten ein „Bowiemesser“ bei ihrem Schmied und viele Handwerker entwickelten eigene Versionen mit diesem Titel. Im Südwesten der Staaten entstanden so genannte "Bowie knife schools", die Messerkampf unterrichteten. Bowies Name wurde auch in England berühmt und in den frühen 1830er Jahren produzierten diverse Messerhersteller Bowieklingen für den Export in die USA.
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